• Michel

Frauen-Netzwerktreffen im codeks

Endlich! Nach langen Monaten mit regelmäßigen Online-Meetings konnten wir von “Kraftvoll - das Frauen-Netzwerk für Wuppertal” uns wieder offline treffen. Das erste Treffen des Jahres fand am Sonntag, den 06. März, von 14 bis 17 Uhr im codeks in der Moritzstraße statt.

Das Frauen-Netzwerk besteht seit 2018, ursprünglich entstanden aus der Female Future Force, einer Bewegung angestoßen durch das feministische Magazin Edition F aus Berlin.


Seitdem treffen sich regelmäßig Frauen verschiedenen Alters und mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen aus Wuppertal und Umgebung, um sich zu vernetzen, gegenseitig zu unterstützen und weiterzubringen. Die Frauen bekommen hier Raum, um sich auszuprobieren, Input zu geben und zu erhalten und voneinander zu lernen. Daraus sind bereits berufliche Partnerschaften und Freundschaften entstanden.


Die Organisation und Kommunikation läuft über eine Facebook-Gruppe mit rund 250 Mitgliedern, einen Instagram-Kanal, eine LinkedIn- sowie eine Whatsapp-Gruppe und seit Neuestem auch über eine Website. An mehreren Terminen im Jahr finden die Treffen statt, immer mit einem inhaltlichen Schwerpunkt, der durch Impulsvorträge, Workshops etc. unterstützt wird.





Thema des Treffens im letzten Monat war “Mental Health und Frauengesundheit”. Im ersten Teil hielten Miriam und Anna vom Coaching Business “Kraftvoll - A Journey to your best Self” einen Vortrag über Mentale Gesundheit.

Im zweiten Teil ging es in einem Q&A-Format um Frauengesundheit mit der Gynäkologin Dr. Eva Winkler aus Wuppertal.


Stress-Zyklus? Stress-Zyklus!


Für unser erstes Treffen im neuen Format, haben wir das Thema Mentale Gesundheit und Stress ausgewählt. Nach einer so langen Phase im Pandemie Modus und jetzt auch noch durch den Krieg in der Ukraine, merken wir, dass immer mehr Menschen unter chronischem Stress leiden.


Zuerst einmal müssen wir den Unterschied zwischen Stress und Stressoren verstehen. Stress ist die physiologische und neurologische Reaktion des Körpers auf Stressoren.

Unter Stressoren fällt alles was unser „Kampf-Fliehen-Totstellen-System“ auslösen kann. Auch ein Geruch, ein Geräusch, ein Geschmack und ein Gedanke können Stress auslösen. Der Körper kann nicht zwischen realen und imaginären oder unwahrscheinlichen Gefahren unterscheiden. Unser Unterbewusstsein nimmt alles ganz persönlich und im literarischen Sinne wahr.


Das heisst, wenn wir Nachrichten hören und über Krieg oder irgendwelche anderen Katastrophen berichtet wird, die uns gerade nicht direkt betreffen, denkt unser Gehirn „wir sind in Gefahr, wir könnten sterben“.

Unser Körper hat nur zwei Modi: den Überlebensmodus, den Symphaticus (kämpfen, fliehen, totstellen) und den Erholungsmodus oder besser Parasymphaticus (entspannen, heilen, erholen). Beide können nicht gleichzeitig aktiv sein. Denk an einen Schalter. Nur der erste Schalter (Sympathicus) wird fast wie automatisch jeden Tag angemacht. Um den Schalter in die andere Richtung zu drehen, müssen wir uns ganz bewusst für die Entspannung entscheiden.


Was neue Studien zeigen, ist, dass Stress ein Zyklus ist, der abgeschlossen sein muss. Auch wenn der Stressor weg ist, bleibt der Stress im Körper, also unser sympathisches Nervensystem bleibt aktiviert. Der Körper hat Hormone wie Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet und sie müssen verarbeitet und abgebaut werden.


Früher hatten wir reale Gefahren: Wir mussten Wölfe bekämpfen, vor Löwen wegrennen oder uns vor Bären totstellen. Der Kampf, das Wegrennen und das Totstellen war genug um den Zyklus abzuschließen.

Heutzutage können wir nicht unsere Chefs bekämpfen, vor einer Rechnung wegrennen oder uns vor den Benzinpreise totstellen. Alle diese Sachen bringen uns trotzdem in den Stress- Modus.


Also - was tun: Sport, schütteln, eine geliebte Person umarmen (laut Wissenschaft mindestens 20 Sekunden!), weinen, singen, tanzen, summen, kalt duschen, meditieren…

Was wir auch gelernt haben: auf der Couch sitzen und binge-watching ist kein entspannen, sondern ein Zeichen, dass dein Körper im Fliehen-Modus ist.


In unserem Coaching helfen wir unseren Klient:innen herauszufinden in welchem Modus sie sich befinden und was sie persönlich brauchen, um den Zyklus abzuschließen.


Alle Infos rund um um Anna, Miriam und Annabelle findet ihr unter:

Web: www.kraftvoll.org/frauennetzwerkwuppertal

Instagram: @kraftvoll_frauennetzwerk

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Mail: frauennetzwerkwuppertal@gmail.com